Jeder der seine E-Mail-Adresse eine gewisse Zeit benutzt wird sich schon einmal über die sich immer mehr häufenden unerwünschten Spammails geärgert haben.
Egal ob einem unnütze Produkte und dubiose Geschäfte angeboten werden oder einfach nur versucht wird den Leser davon zu überzeugen sich den neusten Virus auf seinem Windows-System zu installieren; Spam nervt.
Selbst Menschen die ihre E-Mail Adresse nicht im Web veröffentlichen bekommen mittlerweile regelmäßig Spam. Es reicht schon, wenn sich ein Bekannter einen Wurm einfängt, der dann die Adressen seiner Freunde mit Spam zu schüttet.
In Zukunft möchten wir dem Empfang dieser unerwünschten Nachrichten mit einem selbstlernenden Filter entgegen treten und hoffen damit E-Mail wieder ein Stück weit zu einem erträglicheren Kommunikationsmedium zu machen.
Das Filtersystem wurde von uns in den vergangenen Monaten getestet und trainiert, am
Mittwoch, dem 18.04.2007
ist es soweit: Er wird für alle Benutzer scharfgeschaltet.
Im Anschluss werden wir das System kurz beschreiben. Es ist mehr als ratsam diese Informationen zu lesen und bei eventuellen Unklarheiten mit uns Rücksprache zu halten!
Das Prinzip ist verblüffend einfach
Der Spamfilter erkennt unerwünschte Nachrichten anhand bestimmter Muster und sortiert sie in einen Ordner mit dem Namen SPAM.
Der Benutzer bekommt diese Nachrichten nicht mehr in seinen Posteingang und freut sich hoffentlich über mehr Übersichtlichkeit.
Nun hat jede automatisierte Erkennung an sich, dass sie niemals perfekt funktionieren kann: Unterschiedliche Anwender bekommen unterschiedliche legitime E-Mails und auch unterschiedlichen Spam. Ebenso bewerten sie Spam unterschiedlich: Die einen stören sich an ungefragt zugestellten Newslettern oder Kettenbriefen während andere solche Nachrichten vll. sogar lesen würden.
Ein Spamfilter kann nur dann zufriedenstellend arbeiten, wenn er regelmäßig persönlich trainiert wird.
Nun werden viele von euch denken “Mist, jetzt wirds kompliziert”, aber halt, dran bleiben: es ist einfacher als ihr beführchtet
Unser Spamfilter lernt fast automatisch; Ihr arbeitet einfach genauso weiter wie bisher, anstelle den Spam zu löschen solltet ihr ihn allerdings dem Spamfilter verfüttern und das ist denkbar einfach:
Sobald ihr eine Spammail in eurem Posteingang entdeckt, verschiebt ihr sie einfach in den Ordner SPAM. Dies merkt der Spamfilter und trainiert.
Ebenso solltet ihr ab und zu den Ordner SPAM kontrollieren, ob nicht versehentlich erwünschte Mails als Spam erkannt wurden; diese verschiebt ihr dann in einen beliebigen anderen Ordner und der Spamfilter trainiert wieder.
Das wars!
Das Kleingedruckte
SPAM abonnieren
Den Ordner SPAM bekommt ihr nur zu Gesicht, wenn ihr zum Lesen von E-Mails IMAP oder Webmail verwendet und den Ordner abonniert. Benutzer die Ihre Post mit POP3 lesen können ihn nicht einsehen, da POP3 nur den Posteingang abruft.
Es wird daher empfohlen regelmäßig mit IMAP oder Webmail in den entsprechenden Ordner zu schauen oder ganz auf IMAP umzusteigen.
Konflikte mit anderen Spamfiltern
IMAP-BenutzerInnen die einen eigenen Spamfilter (z.B. von Evolution oder Thunderbird) verwenden müssen darauf achten, dass dieser nicht dem serverseitigen Filter in die Quere kommt.
Wichtig dabei ist, dass der eigene Filter keine Spammails aus dem Ordner SPAM herausnimmt, z.B. um sie nach “Junk” oder “Spam” zu legen. Der serverseitige Spamfilter würde so denken sie seien kein Spam, da er nur den Ordner SPAM für Spam kennt.
Wenn der eigene Filter die Nachrichten automatisch verschieben soll, geht das also nur wenn er sie auch in den gleichen Ordner SPAM verschiebt!
Seid ihr euch nicht sicher, so solltet ihr besser den eigenen Spamfilter -mindestens jedoch das automatische Verschieben- deaktivieren.
Wie das bei den einzelnen Programmen einzustellen ist können wir an dieser Stelle natürlich nicht ausführen. Sollte eure Programmdokumentation nicht ausreichend sein, so zögert nicht uns zu fragen. Bei eventuellem Bedarf veröffentlichen wir dazu auch gern eine Beschreibung.
Benutzer die POP3 verwenden können einen eigenen Spamfilter normal weiter benutzen.
Sollten irgendwelche Fragen oder Unklarheiten bestehen: Meldet euch einfach bei uns. Bitte erwähnt, mit welchen Programmen ihr arbeitet und ob ihr POP3 oder IMAP verwendet.